Eine fundierte Diagnostik des Beckenbodens bildet die Grundlage für eine gezielte und individuelle Therapieplanung in der Urogynäkologie. In diesem Seminar werden etablierte Verfahren der funktionellen und bildgebenden Beckenbodendiagnostik vorgestellt und in ihren klinischen Zusammenhängen betrachtet.
Im Mittelpunkt steht die Verbindung der manuellen Funktionsbeurteilung mit der dynamischen Beckenbodensonographie. Dabei wird vermittelt, welche Informationen beide Verfahren liefern, wie sie sich gegenseitig ergänzen und welchen Stellenwert sie bei unterschiedlichen urogynäkologischen Fragestellungen haben.
Die Teilnehmenden erhalten einen praxisnahen Einblick in die Beurteilung von Muskelaktivität, funktionellen Veränderungen und anatomischen Strukturen.
Darüber hinaus werden sonographische Möglichkeiten zur dynamischen Beurteilung des Beckenbodens, zur Erkennung struktureller Veränderungen sowie zur Einschätzung verschiedener Kompartimente thematisiert.
Besonderes Augenmerk liegt auf der klinischen Interpretation der erhobenen Befunde und deren Bedeutung für die weitere Therapieplanung – von konservativen Maßnahmen bis hin zur operativen Versorgung.
Inhalte des Seminars
- Grundlagen der manuellen Beckenbodenfunktionsdiagnostik
- Grundlagen der manuellen Beckenbodenfunktionsdiagnostik
- Einordnung und Interpretation der CVM-Rating-Skala
- Möglichkeiten und Grenzen der manuellen Befundung
- Grundlagen der Beckenbodensonographie
- Dynamische und morphologische Beurteilung des Beckenbodens
- Erkennen relevanter funktioneller und anatomischer Veränderungen
- Beurteilung verschiedener Beckenbodenkompartimente
- Bedeutung der Befunde für Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle
- Zusammenspiel von Palpation und Sonographie im klinischen Alltag
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte, die ihre Kenntnisse in der urogynäkologischen Diagnostik vertiefen und die Möglichkeiten der manuellen Untersuchung und sonographischen Befundung besser in den klinischen Kontext einordnen möchten.
FAQ – Häufige Fragen zum Seminar
Für wen ist das Seminar geeignet?
Das Seminar richtet sich an medizinische Fachkräfte in der Osteopathie, Physiotherapie oder angrenzenden Fachbereichen tätig sind und ihre Kenntnisse in der Beckenbodendiagnostik erweitern möchten.
Welche Vorkenntnisse sind erforderlich?
Grundkenntnisse der Anatomie und Physiologie des Beckenbodens sind von Vorteil. Spezielle Vorkenntnisse in der Beckenbodensonographie sind nicht zwingend erforderlich.
Was erwartet mich im Seminar?
Sie erhalten einen praxisnahen Überblick über die manuelle und sonographische Beurteilung des Beckenbodens. Dabei stehen die Interpretation der Befunde, die klinische Einordnung und das Zusammenspiel verschiedener diagnostischer Verfahren im Mittelpunkt.
Warum werden manuelle Untersuchung und Ultraschall miteinander kombiniert?
Beide Verfahren liefern unterschiedliche, sich ergänzende Informationen. Die manuelle Untersuchung ermöglicht eine funktionelle Einschätzung, während die Sonographie zusätzliche Einblicke in Bewegungsabläufe und anatomische Strukturen bietet. Gemeinsam ermöglichen sie eine differenziertere Beurteilung des Beckenbodens.
Welche klinischen Fragestellungen werden behandelt?
Das Seminar beschäftigt sich unter anderem mit Beckenbodenschwäche, Belastungsinkontinenz, Senkungsbeschwerden und Veränderungen nach Schwangerschaft und Geburt. Auch die Bedeutung der Diagnostik für konservative und operative Therapieentscheidungen wird thematisiert.
Wird auch die 3D-/4D-Sonographie behandelt?
Ja. Die Möglichkeiten der modernen 3D-/4D-Sonographie werden im Kontext der urogynäkologischen Diagnostik vorgestellt und hinsichtlich ihres klinischen Nutzens eingeordnet.
Geht es im Seminar auch um die Befundinterpretation?
Ja. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, diagnostische Befunde nicht isoliert zu betrachten, sondern sie in den klinischen Gesamtkontext einzuordnen und für die weitere Therapieplanung nutzbar zu machen.
Ist das Seminar eher theoretisch oder praxisorientiert?
Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit einem starken Praxisbezug. Ziel ist es, diagnostische Zusammenhänge verständlich zu vermitteln und die Anwendung im klinischen Alltag zu erleichtern.
Was nehme ich aus dem Seminar mit?
Sie gewinnen mehr Sicherheit bei der Beurteilung urogynäkologischer Befunde und lernen, die Möglichkeiten von manueller Diagnostik und Beckenbodensonographie gezielt miteinander zu verbinden.
Gibt es Gelegenheit für Fragen und Fallbeispiele?
Ja. Fragen aus dem klinischen Alltag und die gemeinsame Betrachtung typischer Befundkonstellationen bieten die Möglichkeit, das Erlernte zu vertiefen und auf konkrete Situationen zu übertragen.
Beckenbodendiagnostik in der Urogynäkologie
| Artikelnummer: | SONO-BU-26-1 |
18.11.2026
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